Zimmerpflanzen für die Küche

In der Küche schwanken Wärme und Luftfeuchte ständig, und auf den Blättern setzt sich Fett ab. Pflanzen mit festen, abwischbaren Blättern halten das aus.

Dazu kommt ein Fettfilm, der sich unsichtbar auf den Blättern absetzt und Staub bindet. Er ist der Grund, warum Pflanzen in einer Küche mit der Zeit stumpf aussehen und weniger Licht bekommen.

Robuste Pflanzen mit festen Blättern stecken das weg. Empfindliche Arten mit dünnem Laub stehen anderswo besser.

Pflanzen für die helle Küchenfensterbank

Die Echte Aloe passt auf ein Fensterbrett mit viel Sonne und verträgt es, wenn beim Kochen tagelang niemand ans Gießen denkt. Ihre dicken Blätter sind der Vorrat.

Die Grünlilie ist die klassische Küchenpflanze. Sie wächst schnell, verträgt helle bis halbschattige Plätze und bildet lange Triebe mit Ablegern, die du in ein Glas Wasser stellen und weiterziehen kannst.

Der Zwergpfeffer bleibt klein und hat feste Blätter, die sich leicht abwischen lassen. Für eine schmale Fensterbank neben der Spüle ist er eine der wenigen Pflanzen, die dort nicht im Weg stehen.

Zebrakraut färbt sich bei gutem Licht silbrig violett und wächst schnell. Es hängt gut über eine Fensterbankkante, muss dafür aber regelmäßig gekürzt werden.

Pflanzen für Regal, Schrank und dunklere Ecken

Die Efeutute ist die praktischste Pflanze für einen Küchenschrank. Sie rankt über die Kante nach unten, kommt auch abseits des Fensters zurecht und lässt sich mit den eigenen Stecklingen jederzeit verjüngen.

Der Bogenhanf steht aufrecht, braucht wenig Platz in der Tiefe und verträgt sowohl den hellen Platz am Fenster als auch die Ecke neben dem Kühlschrank.

Die Glücksfeder passt in die dunkelste Ecke der Küche und verlangt am wenigsten Aufmerksamkeit. Ihre glänzenden Blätter lassen sich mit einem feuchten Tuch in einem Zug sauber wischen.

Die Bergpalme bringt Höhe ohne Breite und kommt mit dem Halbschatten einer Küchenecke zurecht. Sie mag es, wenn ihr Ballen nicht komplett durchtrocknet, was in einer Küche mit viel Betrieb leichter fällt als anderswo.

Das Einblatt reagiert auf Dampf beim Kochen mit nichts als Wachstum. Es zeigt Durst durch hängende Blätter deutlich an und richtet sich nach dem Gießen wieder auf.

Kräuter in der Küche am Leben halten

Kräuter aus dem Supermarkt sind als Ware und nicht als Pflanze gezogen. In einem Topf stecken dutzende Sämlinge dicht nebeneinander, die sich gegenseitig das Licht und das Wasser nehmen.

Wenn du so einen Topf halten willst, teilst du ihn kurz nach dem Kauf in zwei oder drei Portionen und setzt sie in frische Erde. Danach steht der Topf am hellsten Fenster, das du hast.

Rosmarin, Lorbeer und Thymian brauchen volle Sonne und einen Ballen, der zwischendurch abtrocknet. Basilikum und Petersilie wollen es hell und gleichmäßig feucht. Ein Nordfenster reicht für keines davon.

Ernte immer von oben und nie mehr als ein Drittel auf einmal, dann verzweigt sich die Pflanze und läuft nicht in einen einzelnen langen Trieb aus.

Ein Wurzelballen wird in zwei Teile geteilt
Der dichte Supermarkttopf wird kurz nach dem Kauf geteilt

Fettfilm, Dampf und Zugluft

Wisch die Blätter alle paar Wochen mit einem weichen, feuchten Tuch ab und halte dabei die Blattunterseite mit der anderen Hand gegen. Bei hartnäckigem Fettfilm hilft lauwarmes Wasser mit einem einzigen Tropfen Spülmittel, gefolgt von einem zweiten Durchgang mit klarem Wasser. Mehr Spülmittel schadet dem Blatt.

Behaarte Blätter wie beim Usambaraveilchen werden nicht gewischt, sondern nur mit einem weichen Pinsel abgestaubt. Deshalb stehen solche Pflanzen in einer Küche schlecht.

Der Dampf beim Kochen hebt die Luftfeuchte kurz an. Farne und Korbmaranten profitieren davon, wenn sie nicht direkt über dem Herd hängen, wo die Hitze zu stark wird.

Ein Platz direkt neben einem Fenster, das zum Lüften weit geöffnet wird, ist im Winter der schlechteste in der Wohnung. Kalte Zugluft trifft dort auf einen warmen Ballen, und tropische Pflanzen werfen daraufhin Blätter ab.

Reifendes Obst in der Schale gibt Ethylen ab. Blühende Pflanzen und Orchideen stehen deshalb besser nicht direkt daneben, weil sie sonst Knospen abwerfen.

Eine Sprühflasche mit Seifenlösung neben der Pflanze
Der Fettfilm kommt mit einem weichen feuchten Tuch herunter

Platz finden, ohne die Arbeitsfläche zu verlieren

Hängende Pflanzen auf dem Oberschrank nutzen den Raum, der ohnehin leer steht. Dort oben ist die Luft deutlich wärmer und trockener als auf der Arbeitsplatte, und der Topf trocknet entsprechend schneller durch.

Ein Topf mit Untersetzer neben der Spüle ist praktisch, weil das Gießen und Abtropfen an derselben Stelle passiert. Nimm den Kulturtopf zum Gießen aus dem Übertopf, gieß ihn im Becken durch und stell ihn abgetropft zurück.

Auf dem Kühlschrank wird es warm und die Erde trocknet schneller. Für Bogenhanf und Glücksfeder ist das kein Problem, für Farne schon.

Ob eine Pflanze in eine Küche mit Katze, Hund oder kleinen Kindern passt, steht in ihrer eigenen Pflegeanleitung. In einer Küche stehen Töpfe häufiger in Reichweite als in anderen Räumen, und Blätter landen leichter neben Lebensmitteln.

Gießen in einem Raum, in dem viel passiert

Der Wechsel aus Kochwärme und Lüften trocknet Töpfe ungleichmäßig aus. Ein fester Gießtag passt hier noch weniger als in anderen Räumen.

Prüf die Erde 2 bis 3 cm tief oder heb den Topf an. Fühlt es sich in dieser Tiefe trocken an, gießt du durchdringend und schüttest den Untersetzer nach 15 bis 20 Minuten aus.

Restwasser vom Kochen ist nur brauchbar, wenn es ungesalzen und abgekühlt ist. Salz bleibt in der Erde und reichert sich mit jeder Gabe weiter an.

Sieh regelmäßig auf die Erdoberfläche. Krümel von Lebensmitteln und abgefallenes Laub halten sie feucht und ziehen Trauermücken an, und die vermehren sich in einer warmen Küche schnell.

Wasser läuft unten aus dem Topf in den Untersetzer
Im Becken durchgießen, abtropfen lassen, zurück in den Übertopf

Passende Pflanzen

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Häufige Fragen

Welche Pflanzen eignen sich für die Küche?

Arten mit festen Blättern, die sich abwischen lassen und Schwankungen aushalten: Grünlilie, Efeutute, Bogenhanf, Glücksfeder, Zwergpfeffer und Aloe. Am Fenster kommen Kräuter dazu, wenn der Platz sonnig genug ist.

Welche Pflanzen vertragen Dampf und Wärme in der Küche?

Farne, Bergpalme und Einblatt kommen mit der höheren Luftfeuchte beim Kochen gut zurecht. Direkt über dem Herd wird es allerdings für jede Pflanze zu heiß, dort setzt sich außerdem der meiste Fettfilm ab.

Kann ich Kräuter aus dem Supermarkt in der Küche weiterziehen?

Nur wenn du den Topf teilst. Darin stehen dutzende Sämlinge auf engstem Raum, die sich gegenseitig behindern. Teile sie in zwei oder drei Portionen, setz sie in frische Erde und stell sie ans hellste Fenster.

Welche Pflanze passt auf den Kühlschrank?

Bogenhanf und Glücksfeder, weil dort oben warme, trockene Luft steht und der Ballen schneller durchtrocknet. Farne und Korbmaranten stehen dort schlecht. Zum Gießen nimmst du den Topf herunter, sonst läuft dir das Wasser über die Kühlschranktür.

Wie bekomme ich Fett von den Blättern meiner Pflanzen?

Mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch, die Blattunterseite dabei mit der Hand gegenhalten. Bei einem hartnäckigen Film reicht ein einzelner Tropfen Spülmittel im Wasser, danach mit klarem Wasser nachwischen. Behaarte Blätter werden nur abgestaubt.

Welche Pflanze passt in eine dunkle Küche ohne Fenster am Arbeitsplatz?

Glücksfeder, Bogenhanf und Schusterpalme kommen mit sehr wenig Licht aus. Ganz ohne Tageslicht hält keine Pflanze dauerhaft durch, dann brauchst du eine Pflanzenlampe, die täglich mehrere Stunden läuft.

Zuletzt geprüft: 2026-09-07