Das Wachs, das sie bildet, ist der Grund, warum sie so hartnäckig sind. Es hält Wasser und Sprühlösungen ab, deshalb muss jedes Tier mechanisch aufgebrochen oder entfernt werden.

Der zweite Hinweis ist ein klebriger Film auf den Blättern darunter und auf dem Möbelstück. Findest du ihn, sieh dir die Blattachseln über der klebrigen Stelle genau an.

Erkennen und von Verwechslungen trennen

Ein weißes Polster, das sich mit einem Zahnstocher wegschieben lässt und darunter ein rosa bis graues, ovales Tier zeigt, ist eine Wolllaus. Die Tiere bewegen sich langsam, aber sie bewegen sich.

Schimmel auf der Erdoberfläche ist flach und flaumig und sitzt nicht an der Pflanze. Wollläuse sitzen immer am Gewebe und hinterlassen beim Wegwischen einen fettigen Fleck.

Kalkflecken vom Gießwasser sind hart, flach und lassen sich nicht wegschieben. Sie sitzen auf der Blattoberseite statt in den Achseln.

Sieh dir bei jedem Verdacht auch die Blattunterseiten, die Stelle direkt unter dem Topfrand und den Übergang von Stängel zu Erde an. Dort wird ein Befall am häufigsten übersehen.

Sieh dir an

  1. 01Blattachseln und Blattstiele auf weiße Polster
  2. 02Klebriger Film auf Blättern und Möbeln
  3. 03Ein Polster mit dem Zahnstocher wegschieben
  4. 04Übergang von Stängel zu Erde und Topfrand
  5. 05Bei schwächelnder Pflanze den Wurzelballen

Woran du es erkennst

Weiße Wattepolster in Blattachseln, an Blattstielen und dicht am Stängel, darunter ein rosa bis graues, ovales Tier. Darunter klebrige Blätter.

Was du jetzt tust

Ein Polster mit dem Zahnstocher wegschieben und nachsehen, ob darunter ein Tier sitzt. Blattunterseiten, Topfrand und den Übergang von Stängel zu Erde mitprüfen.
Weiße Wattebäusche in den Blattachseln
Weiße Wollpolster in den Blattachseln sind der erste Befund

Jedes Tier einzeln entfernen

Stell die Pflanze zuerst getrennt von den anderen. Junge Wollläuse laufen über sich berührende Blätter zur Nachbarpflanze und sind dabei so klein, dass du sie nicht siehst.

Tupf danach jedes sichtbare Polster mit einem Wattestäbchen ab. Etwas Spiritus auf dem Stäbchen löst die Wachsschicht, dann bleibt das Tier daran hängen. Nimm für jede Runde ein frisches Stäbchen.

Empfindliche Blätter reagieren auf Spiritus mit Flecken. Teste an einem einzelnen Blatt und sieh zwei Tage später nach, bevor du die ganze Pflanze so behandelst.

Dusch die Pflanze danach lauwarm ab, gezielt gegen Blattachseln und Blattunterseiten. Das holt die Tiere weg, die du übersehen hast, und den klebrigen Film gleich mit.

Triebspitzen, die vollständig von Polstern besetzt sind, schneidest du heraus. Das entfernt auf einmal mehr Tiere als jede Nachbehandlung.

Woran du es erkennst

Die Tiere sitzen einzeln in Ritzen und sind unter ihrem Wachs vor Sprühlösungen geschützt.

Was du jetzt tust

Pflanze trennen und jedes Polster mit einem Wattestäbchen abtupfen, etwas Spiritus löst das Wachs. Danach lauwarm abduschen und besetzte Triebspitzen herausschneiden.
Mr. Kitty tupft ein Wollpolster in der Blattachsel mit einem Wattestäbchen ab
Jedes Polster einzeln abtupfen, für jede Runde ein frisches Stäbchen

Die Wurzelläuse im Topf nicht übersehen

Eine verwandte Art lebt an den Wurzeln. Wenn eine Pflanze schwächelt, kaum wächst und du an den Blättern nichts findest, nimm sie aus dem Topf und sieh dir den Ballen an.

Weiße, watteartige Beläge an den Wurzeln und an der Topfinnenwand sind das Zeichen. Sie sehen aus wie Schimmel, sitzen aber am Wurzelgeflecht.

In diesem Fall wäschst du die Erde vollständig von den Wurzeln ab und setzt die Pflanze in frisches Substrat und in einen gereinigten oder neuen Topf. Die alte Erde kommt in den Restmüll, nicht auf den Komposthaufen im Zimmer.

Kontrolliere den Ballen bei dieser Pflanze in den nächsten Monaten beim Gießen mit. Ein Rest im Substrat baut den Befall langsam wieder auf.

Woran du es erkennst

Die Pflanze schwächelt ohne sichtbaren Befall an den Blättern. Am Ballen und an der Topfinnenwand sitzen weiße, watteartige Beläge.

Was du jetzt tust

Pflanze austopfen, die Erde vollständig von den Wurzeln abwaschen und in frisches Substrat und einen gereinigten Topf setzen. Die alte Erde entsorgen.

Was Hausmittel und Fertigmittel leisten

Eine Lösung aus Schmierseife und Wasser, oft mit etwas Spiritus, wirkt über Kontakt und muss die Tiere unter ihrem Wachs erreichen. Sprüh deshalb langsam und gezielt in die Achseln, nicht flächig über das Laub.

Spülmittel ist kein Ersatz für Schmierseife, weil seine Zusätze empfindliche Blätter verbrennen können. Behandle nie in der prallen Sonne und nie bei trockenem Wurzelballen, gieß vorher und sprüh am Abend.

Mittel auf Basis von Rapsöl oder Niemöl ersticken die Tiere unter einem Film. Sie verlangen dieselbe lückenlose Benetzung und können auf behaarten und bereiften Blättern Schäden hinterlassen.

Australische Marienkäfer und Schlupfwespen lassen sich für den Innenraum bestellen. Sie brauchen mehrere Wochen und eine Pflanze, die in dieser Zeit nicht mehr gespritzt wird, und arbeiten in einem dicht bepflanzten Wintergarten zuverlässiger als an einem einzelnen Topf.

Eine Sprühflasche mit Seifenlösung neben der Pflanze
Mittel wirken nur dort, wo sie jedes Tier wirklich benetzen

Nachkontrolle über mehrere Wochen

Wollläuse legen ihre Eier in ein Wachsnest, das jede einzelne Behandlung übersteht. Deshalb tauchen einige Tage später neue, sehr kleine Tiere auf.

Sieh alle drei bis vier Tage an denselben Stellen nach: Blattachseln, Blattstiele, Triebspitzen, Blattunterseiten und der Bereich unter dem Topfrand. Findest du wieder Polster, tupfst du sofort erneut ab.

Erst nach zwei Kontrollen ohne Fund kommt die Pflanze zurück zu den anderen. Sieh die Nachbarpflanzen über Wochen mit durch, weil ein zweiter Topf oft still mitbefallen ist.

Wisch den Standort aus. Wollläuse überdauern in Ritzen von Fensterbank, Übertopf und Untersetzer und kommen von dort zurück.

Woran du es erkennst

Wenige Tage nach der Behandlung sitzen wieder sehr kleine Tiere an denselben Stellen, weil die Eier im Wachsnest überstanden haben.

Was du jetzt tust

Alle drei bis vier Tage Achseln, Stiele, Triebspitzen und Topfrand kontrollieren und bei jedem Fund sofort abtupfen. Standort auswischen, Nachbarpflanzen wochenlang mitprüfen.
Kontrolle der Blattunterseite mit einer Lupe
Alle drei bis vier Tage dieselben Achseln und Unterseiten ansehen

Woher sie kommen und was danach bleibt

Der häufigste Weg ist eine neu gekaufte Pflanze. Stell jede Neuanschaffung zwei bis drei Wochen allein und sieh in dieser Zeit besonders die Blattachseln durch.

Warme, windstille Zimmerluft und dicht gestellte Pflanzen begünstigen die Ausbreitung. Etwas Abstand zwischen den Töpfen macht die Kontrolle leichter und bremst den Übergang.

Blätter, die durch das Saugen verkrüppelt oder gelb geworden sind, erholen sich nicht mehr. Der neue Trieb zeigt dir, ob die Pflanze durch ist.

Ob eine Pflanze für Haustiere oder Kinder unbedenklich ist, steht in ihrer eigenen Pflegeanleitung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist eine Tierärztin oder ein Arzt die richtige Adresse.

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Häufige Fragen

Welche Hausmittel helfen gegen Wollläuse?

Am zuverlässigsten ist das Abtupfen jedes einzelnen Polsters mit einem Wattestäbchen, etwas Spiritus löst dabei die Wachsschicht. Eine Lösung aus Schmierseife und Wasser wirkt zusätzlich, wenn sie gezielt in die Blattachseln kommt. Reines Übersprühen der Blattflächen bringt wenig, weil die Tiere in Ritzen sitzen.

Wie werde ich Wollläuse dauerhaft los?

Durch Wiederholung. Trenn die Pflanze, entferne alle sichtbaren Tiere, dusch sie ab und kontrolliere alle drei bis vier Tage. Erst nach zwei Kontrollen ohne Fund stellst du sie zurück, und die Nachbarpflanzen beobachtest du noch wochenlang mit.

Woran erkenne ich Wollläuse an Zimmerpflanzen?

An weißen Wattepolstern in Blattachseln und an Blattstielen und an einem klebrigen Film auf den Blättern darunter. Schieb ein Polster mit einem Zahnstocher weg. Sitzt darunter ein rosa bis graues ovales Tier, ist es eine Wolllaus und kein Schimmel.

Sind Wollläuse gefährlich für meine Pflanze?

Ein kleiner Befall schwächt eine kräftige Pflanze kaum. Bleibt er unbemerkt, bleiben neue Triebe klein, Blätter vergilben und der klebrige Honigtau zieht schwarzen Rußtaupilz an. Bei Wurzelbefall geht eine Pflanze auch ohne sichtbares Zeichen an den Blättern zurück.

Muss ich bei Wollläusen die Erde austauschen?

Nur wenn du weiße, watteartige Beläge an den Wurzeln oder an der Topfinnenwand findest. Dann wäschst du die Erde vollständig ab und setzt die Pflanze in frisches Substrat und einen gereinigten Topf. Bei reinem Blattbefall bringt Umtopfen nichts.

Woher kommen Wollläuse an Zimmerpflanzen?

Meist aus dem Handel, mit einer neu gekauften Pflanze. Eine Quarantäne von zwei bis drei Wochen mit regelmäßigem Blick in die Blattachseln fängt das ab. Dicht aneinandergestellte Töpfe in warmer, windstiller Zimmerluft beschleunigen die Ausbreitung danach.

Zuletzt geprüft: 2026-09-07