Die Abschnitte hier sind nach dem sortiert, was du siehst. Such dir das Zeichen heraus, das auf deine Pflanze passt.
Kleine Tiere in Gruppen an Trieben und Knospen
Blattläuse sind wenige Millimeter groß, oval und je nach Art grün, schwarz, rötlich oder gelblich. Sie sitzen dicht gedrängt an jungen Trieben, an Knospen und auf den Unterseiten frischer Blätter. Der klebrige Honigtau auf den Blättern darunter ist oft der erste Hinweis.
Sie lassen sich mit lauwarmem Wasser abduschen oder mit einem feuchten Tuch abstreifen. Entscheidend sind die Nachkontrollen, weil eine Behandlung selten alle Tiere erwischt.
Wenn du weiße Tiere in derselben Größe an den Trieben findest, die beim Anfassen auffliegen, sind es Weiße Fliegen. Sie sitzen ebenfalls unter den Blättern und hinterlassen denselben klebrigen Belag.
Sieh dir an
- 01Wo die Tiere sitzen: Unterseite, Blattachsel, Triebspitze
- 02Wie sie aussehen: Punkte, Polster, Schilde oder Mücken
- 03Ob ein klebriger Film auf den Blättern darunter liegt
- 04Ob feine Gespinste zwischen Blatt und Trieb hängen
Was du jetzt tust

Feine Gespinste und helle Sprenkel auf den Blättern
Spinnmilben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Auffällig ist das Muster, das sie hinterlassen: unzählige winzige helle Punkte auf der Blattoberseite, wodurch das Blatt fahl und wie überstäubt wirkt.
Bei stärkerem Befall spannen sich feine Gespinste zwischen Blattstiel und Trieb und über die Blattachseln. Ein weiterer Test ist ein weißes Blatt Papier unter dem Blatt, während du das Blatt vorsichtig klopfst. Die Tiere fallen darauf und beginnen zu wandern.
Spinnmilben treten vor allem in trockener Heizungsluft auf. Dusche die Pflanze ab, halte sie über mehrere Wochen in Kontrolle und stell sie an einen Platz mit weniger trockener Luft.
Verkrüppelte junge Blätter mit silbrigen Streifen und schwarzen Kotpünktchen deuten dagegen auf Thripse. Die Tiere sind schmal und länglich und springen weg, wenn du das Blatt bewegst.
Woran du es erkennst
Was du jetzt tust

Weiße Wattebäusche in den Blattachseln
Wollläuse verstecken sich als kleine weiße, wollige Polster dort, wo Blattstiel und Trieb zusammentreffen, an Blattunterseiten entlang der Mittelrippe und manchmal an den Wurzeln direkt unter der Erdoberfläche.
Sie bewegen sich langsam und sitzen einzeln oder in kleinen Nestern. Unter dem weißen Wachs steckt ein rosafarbenes Tier, das du siehst, wenn du ein Polster mit einem Wattestäbchen abnimmst.
Tupfe jedes einzelne Polster ab und sieh die Pflanze anschließend Woche für Woche erneut durch. Wollläuse kommen fast immer aus einem übersehenen Versteck zurück, besonders bei dicht stehenden Blattachseln und bei Pflanzen mit vielen Verzweigungen.
Woran du es erkennst
Was du jetzt tust

Feste braune Höcker auf Stielen und Blattadern
Schildläuse sehen nicht nach Tieren aus. Sie erscheinen als flache oder gewölbte braune Schilde von wenigen Millimetern, die fest auf Blattadern, Blattstielen und verholzten Trieben sitzen und sich mit dem Fingernagel abheben lassen.
Der zweite Hinweis ist wieder der klebrige Film auf den Blättern darunter und auf dem Möbelstück neben der Pflanze. Auf diesem Film wächst mit der Zeit schwarzer Rußtaupilz.
Das Schild schützt das Tier vor Sprühmitteln, deshalb ist das Abkratzen die verlässlichste Methode. Nimm die Schilde mit dem Fingernagel oder einer alten Zahnbürste ab und wisch die Stellen anschließend feucht nach.
Woran du es erkennst
Was du jetzt tust

Kleine schwarze Mücken über der Erde
Trauermücken steigen beim Gießen aus dem Topf auf und setzen sich auf Substrat und Fensterscheibe. Sie halten sich dicht über der Erde auf und nicht an den Blättern.
Die Mücken selbst schaden der Pflanze nicht. Ihre Larven leben in der feuchten obersten Erdschicht und fressen dort feine Wurzeln, was vor allem Sämlinge, Stecklinge und frisch umgetopfte Pflanzen trifft.
Die Behandlung setzt an der Erde an. Eine Oberfläche, die zwischen den Wassergaben abtrocknet, nimmt den Weibchen die Ablagefläche, und Nematoden erreichen die Larven im Substrat.
Woran du es erkennst
Was du jetzt tust
Weißer Belag auf der Erde ist meist kein Schädling
Ein weißer, flaumiger Belag auf der Substratoberfläche ist in der Regel harmloser Schimmel, der von organischem Material und einer dauerhaft feuchten Oberfläche lebt. Er zeigt dir vor allem, dass die Erde oben nicht mehr abtrocknet.
Nimm die betroffene Schicht mit einem Löffel ab, lockere die Oberfläche und gieße erst wieder, wenn die oberen Zentimeter trocken sind. Sorg für Luftbewegung im Raum und räum abgefallenes Laub von der Erde.
Eine weiße, krustige und harte Auflage am Topfrand ist etwas anderes: Kalk und Salze aus Gießwasser und Dünger. Sie lässt sich abkratzen und verschwindet, wenn du gelegentlich gründlich durchgießt und das Wasser ablaufen lässt.
Was bei jedem Befall gilt
Stell die betroffene Pflanze weg von den anderen, sobald du etwas findest. Die meisten dieser Tiere wechseln über sich berührende Blätter auf die Nachbarpflanze.
Rechne mit mehreren Durchgängen. Eier und versteckt sitzende Tiere überstehen die erste Behandlung, deshalb entscheidet die Kontrolle alle paar Tage über das Ergebnis, nicht die Stärke des Mittels.
Sieh dir bei der Gelegenheit auch die Pflege an. Zu dunkler Standort, dauerhaft nasse Erde und trockene Heizungsluft schwächen die Pflanze und begünstigen einen Teil dieser Schädlinge.
Neue Pflanzen bleiben zwei bis drei Wochen für sich. In dieser Zeit zeigt sich, was sie mitgebracht haben, bevor es im ganzen Bestand steht.
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Häufige Fragen
Welche Schädlinge befallen Zimmerpflanzen am häufigsten?
Blattläuse, Trauermücken, Spinnmilben, Wollläuse, Schildläuse und Thripse. Blattläuse und Spinnmilben treten am häufigsten auf, Wollläuse und Schildläuse sind am hartnäckigsten, weil sie geschützt sitzen.
Was sind die kleinen schwarzen Tierchen an meiner Zimmerpflanze?
Fliegen sie beim Gießen aus der Erde auf, sind es Trauermücken. Sitzen sie unbeweglich in Gruppen an Trieben und Knospen, sind es dunkle Blattläuse. Der Ort entscheidet, nicht die Farbe.
Was sind die weißen Schädlinge auf meiner Zimmerpflanze?
Weiße wollige Polster in den Blattachseln sind Wollläuse. Weiße Tiere, die beim Berühren der Pflanze auffliegen, sind Weiße Fliegen. Ein weißer Belag auf der Erde ist dagegen meist Schimmel und kein Tier.
Wie erkenne ich Spinnmilben an Zimmerpflanzen?
An der fahlen, hell gesprenkelten Blattoberseite und an feinen Gespinsten in den Blattachseln. Zur Bestätigung klopfst du ein Blatt über einem weißen Papier aus und siehst nach, ob sich winzige Punkte darauf bewegen.
Kann ich einen Schädling anhand von Bildern bestimmen?
Ein Bild hilft bei der Vorauswahl, entscheidend bleibt der Fundort an der Pflanze. Notiere, ob die Tiere an Triebspitzen, auf Blattunterseiten, in den Blattachseln oder über der Erde sitzen, und vergleiche erst dann.
Muss ich eine befallene Pflanze wegwerfen?
In den meisten Fällen nicht. Schneide stark besetzte Triebe heraus, entferne die Tiere mechanisch und kontrolliere über mehrere Wochen nach. Erst wenn kaum noch gesundes Laub übrig ist, lohnt der Aufwand nicht mehr.
Zuletzt geprüft: 2026-09-12







