Der zweite Hinweis ist klebrig. Blattläuse scheiden Honigtau aus, der auf den darunterliegenden Blättern, auf dem Fensterbrett und auf dem Boden einen glänzenden Film hinterlässt. Wenn du diesen Film findest, dreh die Blätter darüber um und sieh dir die Unterseiten an.

Das Vorgehen bleibt bei jeder Zimmerpflanze gleich. Erst die Tiere mechanisch entfernen, dann kontrollieren und so oft nachbehandeln, bis du bei der Kontrolle keine mehr findest.

Stell die Pflanze weg und dusche sie ab

Trag die befallene Pflanze aus der Gruppe heraus, sobald du die Läuse siehst. Blattläuse laufen über sich berührende Blätter auf die Nachbarpflanze, und geflügelte Tiere schaffen auch kurze Strecken durch den Raum.

Dusche die Pflanze danach mit lauwarmem Wasser ab. Halte den Topf dabei schräg, damit das Wasser nicht in der Erde stehen bleibt, und richte den Strahl von unten gegen die Blattunterseiten. Dort sitzt der größere Teil der Kolonie.

Bei weichen Trieben, dünnen Blättern und offenen Blüten ist der Wasserstrahl zu grob. Streif die Tiere dann mit einem feuchten Tuch oder einem weichen Pinsel ab und spül das Tuch zwischendurch aus.

Einzelne Triebspitzen, die vollständig besetzt sind, schneidest du heraus. Das entfernt in einem Zug mehr Tiere als jede Behandlung danach.

Sieh dir an

  1. 01Weiche Triebspitzen, junge Blätter, Blütenknospen
  2. 02Wenige Millimeter, grün, schwarz, rötlich oder gelb
  3. 03Klebriger Film auf Blättern, Fensterbrett und Boden
  4. 04Die Blattunterseiten über dem klebrigen Film

Woran du es erkennst

Die Läuse sitzen dicht gedrängt an den weichen Triebspitzen, der größere Teil der Kolonie auf den Blattunterseiten.

Was du jetzt tust

Die Pflanze aus der Gruppe nehmen und lauwarm abduschen, den Topf dabei schräg halten. Bei weichen Trieben und offenen Blüten stattdessen mit feuchtem Tuch abstreifen und besetzte Triebspitzen herausschneiden.
Eine Pflanze wird unter der Dusche abgebraust
Der Strahl geht von unten gegen die Blattunterseiten, der Topf steht schräg

Was Hausmittel gegen Blattläuse leisten

Das verbreitetste Hausmittel ist Schmierseife in Wasser gelöst, oft mit einem kleinen Anteil Spiritus. Die Lösung wirkt nur dort, wo sie die Tiere direkt benetzt. Alles, was du beim Sprühen auslässt, überlebt und vermehrt sich weiter.

Sprüh deshalb langsam und von unten, bis Blattunterseiten, Triebspitzen, Blattachseln und Blattstiele gleichmäßig feucht sind. Nach etwa einer Stunde brausen die meisten Pflanzen die Lösung wieder gut ab.

Spülmittel ist kein Ersatz für Schmierseife. Es enthält Zusätze, die auf empfindlichen Blättern Flecken und verbrannte Ränder verursachen können. Teste jede Lösung erst an einem einzelnen Blatt und sieh zwei Tage später nach, bevor du die ganze Pflanze einsprühst.

Behandle nie in der prallen Sonne und nie bei trockenem Wurzelballen. Gieße vorher, sprüh am Abend und stell die Pflanze für den Rest des Tages aus dem direkten Licht.

Knoblauchsud, Brennnesselsud und Kaffeesatz stehen in vielen Listen. In der Wohnung riechen die ersten beiden streng, ihre Wirkung auf eine bestehende Kolonie ist schwach, und Kaffeesatz erreicht die Tiere an den Trieben überhaupt nicht.

Eine Sprühflasche mit Seifenlösung neben der Pflanze
Die Lösung wirkt nur dort, wo sie die Tiere wirklich benetzt

Fertigmittel und Nützlinge für den Innenraum

Im Handel gibt es Sprühmittel auf Basis von Kaliseife, Rapsöl oder Niemöl für Zimmerpflanzen. Sie wirken ebenfalls über Kontakt und verlangen dieselbe lückenlose Benetzung. Halte dich an die Dosierung und an die Angabe, ob das Mittel für den Innenraum vorgesehen ist.

Ölhaltige Mittel legen einen Film auf das Blatt. Auf behaarten Blättern, auf blaubereiften Sukkulenten und auf jungen Trieben kann das Schäden hinterlassen, also gilt auch hier der Test an einem Blatt.

Nützlinge wie Florfliegenlarven und Schlupfwespen lassen sich für den Innenraum bestellen. Sie brauchen mehrere Wochen und eine Pflanze, die in dieser Zeit nicht mehr gespritzt wird. In einem einzelnen Topf am Fenster verlaufen sich die Tiere leicht, in einem dicht bepflanzten Wintergarten arbeiten sie zuverlässiger.

Nachkontrolle entscheidet über den Erfolg

Blattläuse vermehren sich schnell, und die frisch geschlüpften Tiere sind anfangs kaum zu erkennen. Eine einzige Behandlung erwischt deshalb selten den ganzen Bestand.

Sieh alle zwei bis drei Tage an denselben Stellen nach: Triebspitzen, junge Blätter, Blattunterseiten, Blütenstiele und die Blattachseln. Findest du wieder Tiere, wiederholst du die Behandlung sofort.

Erst wenn du bei zwei Kontrollen hintereinander nichts mehr findest, stellst du die Pflanze zurück zu den anderen. Sieh in den folgenden Wochen auch die Nachbarpflanzen durch, die vorher daneben standen.

Den klebrigen Honigtau wischst du mit einem feuchten Tuch von den Blättern. Auf einem länger stehenden Film siedelt sich schwarzer Rußtaupilz an, der das Blatt beschattet und schlecht wieder abgeht.

Woran du es erkennst

Frisch geschlüpfte Tiere sind anfangs kaum zu erkennen. Sie sitzen wieder an Triebspitzen, jungen Blättern, Blattunterseiten, Blütenstielen und Blattachseln.

Was du jetzt tust

Alle zwei bis drei Tage an denselben Stellen nachsehen und bei einem Fund sofort erneut behandeln. Erst nach zwei Kontrollen ohne Tiere kommt die Pflanze zurück zu den anderen.
Kontrolle der Blattunterseite mit einer Lupe
Kontrolliert wird die Blattunterseite, nicht die Oberseite

Woher die Läuse kommen

Der häufigste Weg ist eine neue Pflanze. Stell jede Neuanschaffung zwei bis drei Wochen allein und sieh sie in dieser Zeit regelmäßig durch, bevor sie an ihren Platz kommt.

Im Sommer kommen geflügelte Tiere durch offene Fenster und mit Pflanzen, die draußen standen. Kontrolliere Kübelpflanzen gründlich, bevor du sie im Herbst wieder hereinholst.

Auch Schnittblumen und ein frisch gekaufter Strauß Kräuter bringen Blattläuse mit. Stell beides nicht direkt neben deine Zimmerpflanzen.

Sehr weiche, dunkelgrüne Triebe entstehen bei reichlicher Stickstoffgabe und sind für Blattläuse besonders attraktiv. Dosiere Flüssigdünger daher nicht stärker als auf der Packung angegeben.

Woran du es erkennst

Neue Pflanzen, Kübelpflanzen von draußen, Schnittblumen und Kräutersträuße bringen die Tiere mit. Weiche dunkelgrüne Triebe nach reichlicher Stickstoffgabe ziehen sie an.

Was du jetzt tust

Jede Neuanschaffung zwei bis drei Wochen allein stellen und durchsehen. Kübelpflanzen vor dem Hereinholen kontrollieren, Sträuße getrennt aufstellen und Flüssigdünger nicht stärker dosieren als angegeben.
Mr. Kitty stellt die befallene Pflanze getrennt von den anderen
Die befallene Pflanze steht allein, außer Reichweite der Nachbarblätter

Wenn die Blätter nach dem Befall nicht wieder werden

Blätter, die durch das Saugen verkrüppelt, gekräuselt oder gefleckt sind, wachsen sich nicht wieder glatt. Sie bleiben so, bis sie von selbst abfallen. Schneide sie nur weg, wenn die Pflanze genug gesundes Laub behält.

Neue Triebe zeigen dir, ob die Pflanze durch ist. Kommen sie glatt und gleichmäßig, war die Behandlung erfolgreich. Kommen sie erneut gestaucht, sitzen irgendwo noch Tiere, und du suchst die Triebspitzen und Blattachseln noch einmal ab.

Ob eine Pflanze für Haustiere oder Kinder unbedenklich ist, steht in ihrer eigenen Pflegeanleitung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist eine Tierärztin oder ein Arzt die richtige Adresse.

Woran du es erkennst

Verkrüppelte, gekräuselte oder gefleckte Blätter bleiben so, bis sie abfallen. Kommen neue Triebe erneut gestaucht, sitzen noch Tiere an der Pflanze.

Was du jetzt tust

Beschädigte Blätter nur wegschneiden, wenn genug gesundes Laub bleibt. Bei gestauchten neuen Trieben die Triebspitzen und Blattachseln noch einmal absuchen.

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Häufige Fragen

Welche Hausmittel helfen gegen Blattläuse an Zimmerpflanzen?

Am zuverlässigsten ist die einfachste Variante: die Tiere lauwarm abduschen oder mit einem feuchten Tuch abstreifen. Eine Lösung aus Schmierseife und Wasser wirkt zusätzlich, aber nur an den Stellen, die du wirklich benetzt. Sud aus Knoblauch oder Brennnessel bringt an Zimmerpflanzen kaum etwas.

Wie werde ich Blattläuse schnell los?

Stell die Pflanze allein, schneide stark besetzte Triebspitzen heraus und dusche den Rest von unten ab. Das entfernt in einem Durchgang den größten Teil der Kolonie. Die restlichen Tiere holst du über die Nachkontrollen der nächsten zwei Wochen.

Wie oft muss ich gegen Blattläuse behandeln?

So oft, wie du bei der Kontrolle noch Tiere findest. Sieh alle zwei bis drei Tage nach und wiederhole die Behandlung sofort, wenn du fündig wirst. Zwei Kontrollen ohne Fund hintereinander sind das Signal zum Aufhören.

Sind Blattläuse für Zimmerpflanzen gefährlich?

Eine kräftige Pflanze steckt einen kleinen Befall weg. Bleibt er unbemerkt, bleiben die neuen Triebe klein, die Blätter kräuseln sich und Knospen öffnen sich nicht mehr. Der klebrige Honigtau zieht außerdem Rußtaupilz auf die Blätter.

Woher kommen Blattläuse an Zimmerpflanzen im Winter?

Meist aus dem Handel. Neu gekaufte Pflanzen, Schnittblumen und Topfkräuter bringen einzelne Tiere mit, die sich in der warmen, trockenen Wohnung ungestört vermehren. Eine Quarantäne von zwei bis drei Wochen für jede neue Pflanze fängt das ab.

Muss ich die Erde austauschen, wenn Blattläuse an der Pflanze sitzen?

Nein. Blattläuse leben an Trieben und Blättern, nicht im Substrat. Umtopfen bringt gegen sie nichts und kostet die geschwächte Pflanze zusätzlich Kraft.

Zuletzt geprüft: 2026-09-07