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Orchideenerde: die richtige Erde für Orchideen

Phalaenopsis spp.

Kurz gesagt

Orchideenerde ist keine Erde im üblichen Sinn, sondern ein grobes, luftiges Substrat aus Rinde, meist von Tannen oder Kiefern, oft mit Holzkohle und Perlite. Normale Blumenerde ist für Orchideen ungeeignet: Sie hält zu viel Wasser, die Wurzeln bekommen keine Luft und faulen.

Schmetterlingsorchidee
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Orchideenerde: die richtige Erde für Orchideen

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    Warum Orchideen keine normale Erde vertragen

    Schmetterlingsorchideen wachsen in der Natur als Aufsitzerpflanzen auf Ästen und Stämmen von Bäumen. Ihre Wurzeln sind an Luft und schnelles Abtrocknen gewöhnt.

    Die RHS warnt, dass Blumen- und Universalerde Schmetterlingsorchideen umbringt. Auch der Missouri Botanical Garden schreibt, dass normale Pflanzerde zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanze führt.

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    Was in guter Orchideenerde steckt

    Der Missouri Botanical Garden empfiehlt fertige Orchideenerde, die für Phalaenopsis gekennzeichnet ist. Sie besteht meist aus Rinde von Tannen oder Mammutbäumen, oft mit Holzkohle und Perlite. Für ausgewachsene Pflanzen nimmst du mittelgrobe Rinde.

    UF/IFAS nennt als weitere übliche Zutaten Baumfarnfasern, Osmunda-Fasern, Holzkohle und vulkanisches Gestein. Die Holzkohle bindet laut Missouri Botanical Garden Düngersalze.

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    Rinde oder Moos?

    Rinde trocknet schnell ab und verzeiht eher ein Gießen zu viel. Sie zerfällt aber mit der Zeit und muss dann erneuert werden.

    Torfmoos (Sphagnum) hält deutlich mehr Wasser. Laut Iowa State steigt damit das Risiko, zu viel zu gießen und Wurzelfäule zu bekommen. In Moos gießt du erst, wenn sich die Oberfläche trocken anfühlt. Für Anfänger ist Rinde einfacher.

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    Orchideenerde selbst mischen

    Der Missouri Botanical Garden mischt 5 Teile mittelgrobe Tannenrinde mit Stücken von etwa 6 bis 12 mm, 1 Teil gärtnerische Holzkohle und 1 Teil Perlite. Rindenmulch für Beete ist dafür nicht geeignet.

    Feuchte die neue Mischung vor dem Eintopfen an und spül dabei feine Krümel aus, so rät es die Clemson Extension. Drück die Rinde beim Eintopfen nur leicht an, sonst zerdrückst du Perlite und die Mischung hält zu viel Wasser.

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    Wann die Orchideenerde erneuert werden muss

    Rinde zerfällt mit der Zeit. RHS, UF/IFAS und Missouri Botanical Garden raten, das Substrat etwa alle zwei Jahre zu wechseln.

    Spätestens dann, wenn beim Gießen braune Krümel herauslaufen, sich die Rinde am Abzugsloch weich anfühlt oder das Substrat nach dem Gießen lange nass bleibt. Alte Rinde verwendest du nicht wieder.

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    Häufige Fehler

    Normale Blumen- oder Kakteenerde. Zu feine Rinde für eine ausgewachsene Pflanze. Rindenmulch aus dem Gartenbedarf. Ein viel zu großer Topf mit viel Substrat, das lange nass bleibt.

Häufige Fragen

Kann man Orchideen in normale Blumenerde pflanzen?

Nein. Normale Blumenerde hält zu viel Wasser. Die RHS warnt, dass sie Schmetterlingsorchideen umbringt.

Welche Erde brauchen Orchideen?

Ein grobes Substrat aus Rinde, oft mit Holzkohle und Perlite. Fertige Orchideenerde für Phalaenopsis passt.

Wie oft muss man Orchideenerde wechseln?

Etwa alle zwei Jahre oder früher, wenn die Rinde zerfällt und lange nass bleibt.

Ist Rindenmulch aus dem Baumarkt als Orchideenerde geeignet?

Nein. Der Missouri Botanical Garden rät ausdrücklich von Rindenmulch für Beete ab und nimmt mittelgrobe Tannenrinde.

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Quellen7 Referenzen

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