Vermehrung
Olivenbaum vermehren
Für die Vermehrung eines Olivenbaums gibt es mehrere Wege. Die RHS nennt Aussaat im Frühjahr und halbverholzte Stecklinge im Sommer; ein Bericht aus Arizona bewurzelt Stecklinge nach dem Fruchtansatz.
Zuerst prüfen
Bestimme Stecklingstyp und Sorte, bevor du eine Anleitung übernimmst. Im ausführlichen Versuch mit Swan Hill wurden Triebspitzen oder halbverholzte Stecklinge mit sortenspezifischem Verwunden, IBA, intermittierendem Sprühnebel und Bodenwärme verwendet.
Verwende Substrat und Bedingungen von Swan Hill nur als Beispiel dieses Versuchs: Sand-Torf oder Torf-Perlit mit intermittierendem Sprühnebel und Bodenwärme.
Was unklar bleibt Im Bericht bewurzelten 80 % von fünf Partien und 60–80 % in zehn weiteren Behandlungen. Diese Werte gelten aber nur für die jeweilige Sorte und den Versuch; für Stecklinge im Haushalt lässt sich hier keine Erfolgsquote vorhersagen.
Geeignetes Pflanzenmaterial
Die RHS nennt Aussaat im Frühjahr bei 13–15 °C und halbverholzte Stecklinge im Sommer. Die University of Arizona beschreibt Stecklinge kurz nach dem Fruchtansatz; in einem kalifornischen Versuch wurden Triebspitzen sowie halb- und vollverholzte Triebe der Sorte Swan Hill verwendet. Zeitpunkt und Holztyp unterscheiden sich je nach Quelle und Sorte.
Vermehrungsmethode und Bedingungen
Die artspezifische Evidenz stützt Aussaat sowie halbverholzte und weiche Triebstecklinge. Die University of Arizona nennt eine Mischung aus Sand und Torf für Stecklinge und weist darauf hin, dass schwer bewurzelnde Sorten auf robuste Unterlagen veredelt werden können. Substrat und Veredelungshinweis stammen aus der Praxis im Freiland-Arboretum.
Die RHS beschreibt die Keimung von Samen bei 13–15 °C und unter Glas volle Sonne in John Innes No. 3 mit zusätzlichem scharfem Sand. Im Versuch mit Swan Hill standen die Stecklinge unter intermittierendem Sprühnebel in Sand-Torf oder Torf-Perlit bei etwa 70 °F Bodenwärme. Das sind unterschiedliche, klar begrenzte Zusammenhänge.
Im Versuch mit Swan Hill wurde ein Triebspitzen- oder halbverholzter Steckling genommen, der basale Bereich bei Bedarf verwundet, fünf Sekunden lang in IBA getaucht und unter intermittierendem Sprühnebel und Bodenwärme in Sand-Torf gesteckt. Die exakten Quellen nennen keine allgemeine Einstecktiefe für den Haushalt.
Erfolg und Misserfolg erkennen
Im Bericht zu Swan Hill bildeten sich in allen fünf Partien bei 80 % der Stecklinge Wurzeln; in zehn weiteren Behandlungen lagen es 60–80 %. Praktisch folgten auf sichtbare Wurzeln das Abhärten und Umpflanzen. Diese Werte sind keine Vorhersage für den Haushalt.
Der Bericht zu Swan Hill verzeichnet in zwei Versuchen im Hochsommer mit 4.000 ppm IBA keine Bewurzelung und nennt höhere Konzentrationen möglicherweise schädlich. Außerdem wird Algenwachstum an Stecklingen und in Anzuchtplatten als ein Risiko beschrieben, das Kontrolle erfordert. Diese Beobachtungen gelten für den getesteten Klon und die getesteten Behandlungen.
Nachsorge und Hygiene
Nach der Bewurzelung vorsichtig abhärten und umpflanzen. Die RHS nennt Freiland-, Topf- und Unter-Glas-Kontexte für etablierte Olea europaea, aber keinen vollständigen Zeitplan für das Eintopfen oder Düngen im Haus.
Begrenze Algenwachstum an Stecklingen und in Anzuchtplatten und wähle kräftige Stecklinge für die Bewurzelung aus. Der kalifornische Bericht nennt kein Verfahren zur Werkzeugdesinfektion; dies ist daher ein Hinweis zur Gärtnereihygiene, keine vollständige Desinfektionsanleitung.
