Lavendel überwintern
Lavandula angustifolia
Kurz gesagt
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist winterhart und bleibt draußen. Im Beet braucht er vor allem durchlässigen Boden, der im Winter nicht nass bleibt. Im Topf friert der Wurzelballen schneller durch: Stell ihn geschützt an eine Hauswand, pack den Kübel ein und halte die Erde eher trocken.

Giftig für Haustiere
Lavendel überwintern
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Welcher Lavendel ist winterhart?
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) und seine Hybriden sind die härtesten Lavendel und bleiben in durchlässigem Boden normalerweise den ganzen Winter draußen. Im Kübel liegt die Grenze nach Botanicalys Pflanzendaten bei etwa minus 5 °C, weil Wurzeln im Topf schneller durchfrieren als im Beet.
Schopflavendel und andere empfindliche Arten sind weniger hart. Sie überwintern frostfrei, zum Beispiel in einem Gewächshaus.
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Lavendel im Topf überwintern
Im Topf sind die Wurzeln weniger geschützt als im Beet. Der Frost greift den Kübel von allen Seiten an, und Wurzeln reagieren empfindlicher auf Minusgrade als die Triebe.
Stell den Topf an einen geschützten Platz, etwa an eine Hauswand, wo er vor rauem Wetter und viel Winterregen geschützt ist. Wickle den Kübel in mehrere Lagen Noppenfolie oder eine Kokosmatte, oder stell ihn in einen größeren Behälter und füll den Zwischenraum mit Laub oder Stroh. Das Abzugsloch muss frei bleiben.
In sehr kalten Lagen, oder wenn die Sorte bei dir nicht sicher winterhart ist, stellst du den Topf stattdessen kühl und frostfrei auf.
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Lavendel im Beet
Im Beet entscheidet der Boden. Lavendel verträgt keinen schweren Boden, der im Winter nass bleibt. In schwerem Boden setzt du ihn auf einen kleinen Hügel oder in ein Hochbeet, damit die Wurzeln nicht im Nassen stehen.
Pflanze Lavendel nicht im Winter. Junge Pflanzen faulen leicht in kalter, nasser Erde.
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Gießen und Düngen im Winter
Halte die Erde im Winter eher trocken, denn feuchte Erde fördert Wurzelfäule. Gieße einen Topf nur, wenn die obersten 5 cm trocken sind. Für Topf-Lavendel eignen sich ein Topf mit großen Abzugslöchern und Erde mit bis zu einem Viertel grobem Kies.
Dünger braucht Lavendel im Winter nicht. Er mag ohnehin mageren Boden.
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Schneiden vor und nach dem Winter
Der wichtigste Schnitt ist im Spätsommer direkt nach der Blüte: Verblühtes abschneiden und etwa 2,5 cm vom Laub kürzen.
Im Frühjahr kannst du noch einmal leicht nachschneiden, wenn die Pflanze unordentlich aussieht oder Frostschäden hat. Schneide nie ins alte, verholzte Holz, daraus treibt Lavendel kaum wieder aus.
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Empfindliche Lavendel im Frühjahr
Frostfrei überwinterte Arten wie Schopflavendel stellst du bei milden Temperaturen, oft schon im März oder April, zuerst tagsüber raus. Halte für kalte Nächte ein Vlies bereit und räum sie bei Frost wieder ein.
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Häufige Fehler beim Überwintern
Nasse Erde: Lavendel verträgt keinen Boden, der im Winter nass bleibt, und fault leicht.
Ungeschützter Topf: Im Kübel friert der Wurzelballen viel schneller durch als im Beet.
Schnitt ins alte Holz: Daraus treibt Lavendel kaum wieder aus.
Falsche Art draußen: Schopflavendel und andere empfindliche Arten brauchen einen frostfreien Platz.
Häufige Fragen
Ist Lavendel winterhart?
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ja, er bleibt in durchlässigem Boden draußen. Schopflavendel und andere empfindliche Arten überwintern frostfrei.
Kann Lavendel im Topf draußen überwintern?
Ja, wenn die Sorte bei dir winterhart ist, an einem geschützten Platz an der Hauswand, mit eingepacktem Kübel, freiem Abzugsloch und eher trockener Erde. In sehr kalten Lagen steht der Topf besser kühl und frostfrei.
Muss man Lavendel im Winter gießen?
Kaum. Halte die Erde eher trocken und gieße einen Topf nur, wenn die obersten 5 cm trocken sind. Nässe schadet ihm mehr.
Wann schneidet man Lavendel?
Im Spätsommer direkt nach der Blüte und bei Bedarf noch einmal leicht im Frühjahr, nie ins alte Holz.
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Quellen3 Referenzen
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